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In der heutigen Zeit steht der Mensch beruflich wie privat unter
Leistungsdruck. Andauernder Stress, fehlende Pausen im Tagesablauf und
der psychische Druck, Höchstleistungen vollbringen zu müssen, bringen
den Körper aus dem Gleichgewicht.
Ist das System nicht im Gleichgewicht, zum Beispiel durch fehlenden
Schlaf, kann sich das als Müdigkeit, Unausgeglichenheit, Kopfschmerz,
Konzentrationsschwäche oder Nervosität äußern. Werden diese Symptome
dauerhaft übergangen, hat dies den Verlust der Leistungsfähigkeit und
eine Anfälligkeit für Krankheiten zur Folge.
In entspanntem Zustand kann der Körper sich regenerieren und wird
dadurch auf physischer und psychischer Ebene widerstandsfähiger. Der
Mensch wird wacher, konzentrierter und damit leistungs- und
aufnahmefähiger. Im Gleichgewicht wird das Immunsystem gestärkt und das
körperliche und seelische Wohlbefinden gesteigert.
Entspannung wirkt auf verschiedenen Ebenen von Körper und Geist, vor
allem aber auf das vegetative Nervensystem, welches nicht bewusst oder
willentlich beeinflussbar ist. Der Parasympathikus, der für eine
Verlangsamung der Herz- und Atemfrequenz, Blutdrucksenkung und
Verbesserung der Darmperistaltik (Darmbewegungen) verantwortlich ist,
wird angeregt.
Das Ziel, ein vegetatives Gleichgewicht zu erlangen, kann über
unterschiedliche Entspannungsmethoden erreicht werden, die den
Parasympathikus aktivieren. Die erreichte Entspannung ist damit nicht
als das Gegenteil von Anspannung zu verstehen, sondern als ein
ausbalancierter Zustand, der grundlegend entspannt ist und doch
gleichzeitig eine gewisse positive Spannung enthält.
Die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson stellt ein leicht zu
erlernendes und in den Alltag zu integrierendes, systematisches
Körperentspannungstraining dar. Durch progressives (aufeinander
folgendes) An- und Entspannen bestimmter Muskelgruppen wird ein neues
Körperbewußtsein entwickelt und die Wahrnehmung für muskuläre
Verspannungen geschult, um sich im Bedarfsfall aktiv entspannen zu
können. Voraussetzung für den Erfolg des Verfahrens ist die regelmäßige
Übung.
Das Verfahren ist besonders angezeigt bei Schlafstörungen (Ein- und
Durchschlafstörungen), Nervöser Unruhe, Prüfungsangst,
Spannungskopfschmerzen und Migräne, Hypertonie, Rückenbeschwerden und
Muskulären Spannungszuständen.
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